Treffen uns wieder von 10.00 bis 12.00 zum täglichen Curso Espanol. Man glaubt es kaum, aber es geht tatsächlich schon etwas weiter und wir können uns nun sogar schon ein wenig auf Spanisch ausdrücken.
Jetzt ist es dann auch soweit – bald ist unsere Mädels WG komplett, denn morgen soll Isabelle aus Deutschland ankommen. Nun heißts aber noch mal schnell richtig sauber machen in la „casa nuestra“ und – was noch wichtiger ist – ein viertes Bett für Isabelle zu arrangieren.
Also holen uns Alejandra und Ocatavio nach der Uni mit ihrem super Truck ab, damit wir das ausstehende Bett nach Hause führen können. Diese Chance müssen wir natürlich nutzen, damit wir endlich auch einmal auf der Ladefläche eines Trucks mitfahren können, wie das in Mexico so gang und gebe ist. Für uns europäische Mädels ist das natürlich das Abenteuer schlechthin, durch die Gassen Aguascalientes zu fahren und sich dabei den Fahrtwind durch die Haare wehen zu lassen (bei uns zuhause unvorstellbar!). Nachdem wir nun endlich die Zimmer umgeräumt haben, entschließen wir uns noch mit Alejandra den „Juebebes“ (Kombination aus „Jueves (Donnerstag)“ und „Bebes (Trinken“) in einem mexikanischen Club ausklingen zu lassen. An diesem Tag sind nämlich die jungen Leute der Stadt in den verschiedenen Clubs und Bars unterwegs, und vor allem für Mädels zahlt’s sich aus, da es diverse Angebote gibt, wo zB 4 Frauen eine ganze Flasche Wodka, Bacardi oder Tequila umsonst bekommen.
Also der perfekte Tag für uns um mit Alejandra und ihren Mädels in den „Zen Garden“ zu fahren. Dort erwarten uns für uns gänzlich neue Szenarien – ein Parkservice, das sich um die Autos der Gäste kümmert, eine Riesenschlange vor dem Eingang, wo nur bestimmte Leute von den Securities reingelassen werden – und innen drinnen dann die Schicki-Micki Szene von Aguascalientes schlechthin. Dennoch sind die Leute alle total nett und wir genießen unsere ersten Margaritas und später eben die besagte Flasche Tequila – also alles in allem ein lustiger Fortgeh-Abend.
Als wir dann zuhause in unseren Betten liegen trauen wir unseren Ohren kaum – scheinbar scheinen irgendwo in unserer Straße Mariachi zu spielen (Das sind typisch mexikanische Volksmusiker, die von Mexikanern angeheuert werden, um vor dem Fenster der Freundin eine „Serenata“ zu spielen. Also das lassen wir uns natürlich nicht entgehen, und da wir von unseren Fenstern leider nicht wirklich die beste Sicht haben, schleichen wir uns in unseren Pyjamas vors Haus und genießen den Mariachi-gesang bei unseren Nachbarn quasi aus der ersten Reihe.
[Kati]
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